Blogger Relations Tipps
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Blogger Relations – Win-win-Situation durch Beziehungspflege

Persönlich, flexibel & individuell
– die wichtigsten Facts zu Blogger Relations

Blogger sind als Meinungsmacher nicht mehr wegzudenken. Doch noch immer assoziieren viele mit dem Begriff Blogger eine eher junge Zielgruppe rund um die Themen Mode, Beauty und Lifestyle. Blogger Relations haben aus diesem Grund bei vielen Unternehmen als Form des Marketings noch keinen größeren Stellenwert. Warum es sich lohnt, die Beziehungspflege mit Bloggern in der eigenen Marketingstrategie zu berücksichtigen und was dabei zu beachten ist, verraten wir im folgenden Artikel:

Fast zu jedem Produkt und zu jeder Dienstleistung gibt es den passenden Blogger. Potenzielle Kunden suchen heutzutage Inspiration vorwiegend im Web, stöbern durch Blogs und soziale Netzwerke und lassen sich über die neuesten Produkte informieren. Wieso das auf diesen Kanälen besonders gut funktioniert? Ein Großteil der Blogger berichtet authentisch, transparent, glaubwürdig und auch kritisch über persönliche Eindrücke zu einem Produkt oder einer Dienstleistung. Über die Zeit hinweg bauen die Blogger zu ihren sogenannten Followern Vertrauen und Nähe auf. Die Zusammenarbeit mit Bloggern kann daher eine reichweitenstarke Ergänzung im Kommunikations-Mix für viele Unternehmen sein. Eine Win-win-Situation entsteht bei einer erfolgreichen Kooperation dabei auf beiden Seiten. Blogger verbreiten als Multiplikatoren die Inhalte und Botschaften des Unternehmens und erreichen auf diese Weise wiederum mehr Leser, steigern also ihre Reichweite.

Welcher Blogger passt zur Marke?

Passende Blogger sollten sehr gezielt ausgesucht werden, weshalb die Recherche meist einige Zeit in Anspruch nimmt. Bei der Auswahl ist nicht unbedingt nur die Reichweite entscheidend, sondern vorwiegend die Wirkung, die der Blogger mit seinen Beiträgen und Themen sowie dem Lebensstil für den er steht, erzielt. Auch hier kommen wieder die Schlagworte Vertrauen und Nähe ins Spiel. Unternehmen müssen sich fragen: „Wer passt mit seinem Content und seiner Zielgruppe zu meinen Kommunikationszielen?“ Die eigene Botschaft sollte also mit dem Themenfeld des Blogs übereinstimmen. Auch die Regelmäßigkeit und Frequenz der Blogbeiträge ist ein entscheidendes Auswahlkriterium. Blogger, die nur hin und wieder mal einen Post veröffentlichen und statt eigenen Content nur Kooperationen zeigen, wirken wenig authentisch. Nur wer regelmäßig bloggt, entwickelt nachhaltig eine treue Community.

Zur Recherche der passenden Blogger sind Google und die sozialen Netzwerke die erste Anlaufstelle. Mit den richtigen Keywords lassen sich rasch zahlreiche Blogs zu den gesuchten Themenfeldern finden. Auf Instagram und Twitter lohnt sich die Suche nach Hashtags, da man so schnell auf passende Blogger stößt. Auch Blogverzeichnisse sind durchaus hilfreich, denn hier melden sich viele Blogger an, um ihren Blog bekanntzugeben. In den Verzeichnissen lassen sich geeignete Blogs dann nach verschiedenen Kategorien finden. Bloglovin oder Bloggerei sind u.a. die bekanntesten Verzeichnisse.

Richtige Ansprache – Persönlich & individuell

Blogger Relations funktionieren anders als der reine Presseversand. Blogger werden nicht auf eine Pressemitteilung reagieren und über das Produkt oder die Dienstleistung einfach so berichten. Sie sind unabhängig und suchen sich die Themen genau aus, die zu ihrem Content und ihrer Zielgruppe passen. Die Ansprache muss daher persönlich und individuell erfolgen, indem ein Bezug zum Blog hergestellt wird.

Stelle bei der ersten Kontaktaufnahme dein Thema vor und gebe dem Blogger am besten gleich ein paar Stichworte mit, wie du dir eine Kooperation vorstellen könntest. Blogger sind schnell und tägliche Updates fast die Regel. Genauso schnell und unkompliziert sollte auch die Kommunikation mit dem Blogger ablaufen.

Jeder Blogger freut sich darüber hinaus über Unterstützung. Um die Contenterstellung zu erleichtern und das Kommunikationsziel zu verdeutlichen, solltest du deinem Kooperationspartner möglichst viele Informationen, Inhalte und Hintergründe anbieten.

Flexibilität in der Umsetzung

Die Umsetzung der Kooperation sollte mit jedem Blogger individuell abgestimmt werden. Vorab festgelegte Eckpunkte können innerhalb der Zusammenarbeit als Orientierung dienen, trotzdem solltest du den Bloggern eine gewisse Freiheit und Flexibilität lassen. Meist entstehen durch Blogger Relations ganz neue Impulse und Inspirationen zu dem jeweiligen Kooperationsthema. Für diese Ideen solltest du offen sein, da Blogger ihre User am besten kennen, genau wissen, was sie interessiert und was auf der Plattform funktioniert.

Als Unternehmen sollte man sich immer bewusst machen, dass der Kontakt zu einflussreichen Bloggern die Reichweite des Unternehmens durchaus stärkt, bei einer schlechten Beziehungspflege jedoch auch das Gegenteil eintreten kann. Langfristig kann eine Win-win-Situation durch Blogger Relations also nur entstehen, wenn die Zusammenarbeit mit Bloggern auf einem persönlichen und individuellen Level erfolgt.

Werbekennzeichnung – Was ist erlaubt beim
Influencermarketing?

Zuwiderhandlung, Abmahnung, Unterlassungsanspruch – vergangene Fälle haben gezeigt, wie strikt aktuell bei fehlender Kennzeichnung von Werbung und Kooperationen durchgegriffen wird. Bei Bloggern löst dieses Thema derzeit große Verunsicherung aus, weshalb viele auf Nummer sicher gehen und grundsätzlich jedes Video, jeden Post, in denen Produkte zu sehen sind, als Werbung kennzeichnen – auch wenn es sich nicht um Blogger Relations handelt. Doch ist das wirklich nötig, um Bußgeldern und Abmahnungen vorzubeugen?

Ein Grundsatzurteil in Sachen Influencermarketing wurde bislang noch nicht gesprochen. Doch nicht nur Influencer kann eine fehlende oder fehlerhafte Kennzeichnung teuer zu stehen kommen, auch das Unternehmen oder die Agentur hinter dem jeweiligen Post wird verantwortlich gemacht.

Laut Regelwerk der Medienanstalten ist Folgendes bei den verschiedenen Kooperationsarten zu beachten:

» Blogger erhält kostenlos das Produkt eines Unternehmens

Sofern das Unternehmen dem Blogger keine Vorgaben hinsichtlich der Bewertung des Produktes macht, handelt es sich nicht um Werbung und es ist keine Kennzeichnungspflicht notwendig. Ein Posting oder Video muss hingegen mit „Werbung“ gekennzeichnet werden, wenn deutlich wird, dass die Zuschauer zum Kauf animiert werden sollen. „Dauerwerbesendung“ oder „Werbevideo“ muss permanent im Video eingeblendet sein, sofern das Produkt deutlich im Mittelpunkt steht. Eine Kennzeichnung ist nicht notwendig, wenn der Wert des Produktes unter 1000 Euro liegt und dieses nicht im Fokus der Story bzw. des Beitrags steht. Übersteigt der Wert 1000 Euro, handelt es sich um Product-Placement, was wiederum den Hinweis „Produktplatzierung“ verlangt.

» Blogger erhält eine Gegenleistung von einem Produktanbieter

Auch hierbei handelt es sich um eine Produktplatzierung, selbst wenn das Produkt nicht im Mittelpunkt steht – eine Kennzeichnung ist notwendig. Bei einer deutlichen Darstellung des Produkts im Video muss durchgängig „Dauerwerbesendung“ oder „Werbesendung“ eingeblendet sein.

In unserem letzten Beitrag lest ihr alles über erfolgreiche Pressemitteilungen!

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